Skyline Offenbach am Main
08.10.2019 erstellt von: Detlev Dieckhöfer


Ein Radschnellweg südlich des Mains Steinheim-Mühlheim-Offenbach-Sachsenhausen – warum?

RGV-RSV

Der Regionalverband hat beschlossen, im Rhein-Main-Gebiet den Bau von mehreren Radschnellwegen zu prüfen. Der erste davon, die Verbindung von Drmstadt nach Frankfurt, ist bereits in der Bauphase; ein Teilstück zwischen DA-Wixhausen und Egelsbach kann bereits benutzt werden.


Für eine weitere Verbindung, von Hanau über Maintal nach Frankfurt-Ost wurde jetzt eine Machbarkeitsstudie veröffentlicht.

Eine solche Studie ist auch für die Verbindung Hanau-Steinheim über Mühlheim und Offenbach nach Frankfurt-Sachsenhausen beschlossene Sache.
Wir werden oft gefragt, warum eine solche Radschnellverbindung denn noch erforderlich sei, es gäbe doch den Mainradweg und auch sonst schon einige Radwege, z.B. an der Berlicner Straße. Jedoch:
Der Mainradweg ist oft durch regen Fußgängerverkehr und durch die vielen Schleifen des Flussverlaufs sowie andere Hindernisse für zügiges Radeln wenig geeignet. Pendler suchen für die tägliche Fahrt den schnellst­möglichen Weg. Ein großer Teil der arbeitenden Bevölkerung wohnt auch nicht direkt am Mainradweg. Auch die Ziele wie Arbeiststellen, Schulen, Geschäfte liegen oft mehr in den Innenstädten. Und gerade diese Innenstädte sollen vom Autoverkehr entlastet werden, indem die Hindernisse für Radler beseitigt und schnellere, sichere Verbindungen zwischen den Zentren geschaffen werden.
Der Anteil von Radlern, die die Gesamtstrecke von Hanau-Steinheim bis Frankfurt-Sachsenhausen nutzen werden ist evtl. aus heutiger Sicht noch überschaubar. Untersuchungen haben ergeben, dass hier jedoch eine erhebliches Potentzial besteht, also dass eine Direktverbindung rege genutz würde.
Aber auch und gerade die Teilstrecken dazwischen sind wichtig. So sind z. B. die Verbindungen Steinhein bis Mühlheim oder Mühlheim bis Offenbach zu den Hauptverkehrszeiten regelmäßig mit Autos überlastet. Diese Strecken wären für viele Pendler problemlos mit dem Rad zu bewältigen, wenn die Infrastruktur dazu vorhanden wäre: Durchgehend schnell und sicher befahrbare Radwege und sichere Abstellmöglichkeiten, die reglmäßig gereinigt und gewartet werden.
Das alles gibt es nicht umsonst, aber es ist wesentlich billiger als weitere Investitionen in Kfz.-Wege und Abstellflächen.

Die angestrebte Strecke würde ab Steinheim über Mühlheim-Dietesheim bis Offenbach Ost weitgehend südlich der Bahnstrecke verlaufen, wobei auf eingen bereits vorhandenen Teilstrecken fast nur die Oberfläche und die Streckenführung optimiert werden müsste.
Ab der Station Offenbach Ost wäre die ideale Lösung ein kreuzungsfreier Radweg unmittelbar neben und teilweise auf dem Bahndamm, wo gerade im innerstädtischen Bereich noch viel Platz durch aufgegebene Gleise vorhanden ist. Eine solche Lösung ist auch im Masterplan für Offenbach schon angedacht. An einigen Stellen wären neue Brücken und Rampen erforderlich, was natürlich nur in Kooperation mit der Deutschen Bahn realisierbar ist.
All das soll nun in einer Machbarkeitsstudie untersucht werden, wobei natürlich auch geeignete Alternativstrecken denkbar wären. Wenn es auch noch ein paar Jahre dauern wird, wenn kein Anfang gemacht wird, wird es auch nie ein Ergebnis geben!

(Grafik: Regionalverband Rhein-Main)



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